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Wahrheit in Begegnung. Die Transformation christlicher Identität... PDF Print E-mail
Manuela Kalsky
Wahrheit in Begegnung. Die Transformation christlicher Identität angesichts kultureller und religiöser Pluralität

 

Zusammenfassung
Im heutigen Europa werden Christen und Christinnen mit anderen religiösen Lebens- und Glaubensüberzeugungen konfrontiert. Was bedeutet diese religiöse Vielfalt für die christliche Vorstellung von Identität und Wahrheit? Antworten auf diese Frage sucht die Autorin dieses Artikels im Dokument der Evangelischen Kirche Deutschlands „Christlicher Glaube und nichtchristliche Religionen“ und in den Beiträgen des niederländischen Buches Moderne devoties, in dem vierzehn Frauen über die Transformation ihrer religiösen Identität berichten. Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass in einem multikulturellen und multireligiösem Europa ‚multiple religious belongings’ entstehen, die statische Identitäts- und sich von den Anderen abgrenzende Wahrheitskonzepte in Frage stellen. Sie plädiert für eine fließende Auffassung von Identität, bei der Unterschiede nicht als bedrohlich, sondern als bereichernd aufgefasst werden. Wahrheit und Identität werden zukünftig gedacht und entstehen nicht in Abgrenzung, sondern in Beziehung zu den Anderen. Von christlicher Seite würde dies bedeuten nicht an, sondern mit Jesus zu glauben.

 

Summary
In present day Europe Christians are confronted with other faiths and philosophies of life. What does this religious plurality mean for the Christian idea of identity and truth? The author seeks to find answers to this question in the document of the Protestant Church of Germany Christlicher Glaube und nichtchristliche Religionen as well as in the book Modern devoties published in the Netherlands in which fourteen women share their experiences of the transformation of their religious identity. The author arrives at the conclusion that in a multi-cultural and multi-religious Europe, ‘multiple religious belongings’ emerge which challenge static concepts of identity and exclusive concepts of truth. She pleads in favour of a dynamic concept of identity in which differences are not regarded as a threat but as a source of enrichment. Truth and identity are meant in a perspective of the future and emerge from relating to others rather than differentiating from them. From a Christian point of view this would mean not to believe in Jesus but with Jesus.

 

 

 
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